Vortrag „Lost Gardens“

Werden, Wandel und Vergehen: Gärten gehören – leider – zu den eher kurzlebigen Schöp­fungen des Menschen. All ihre Bestandteile, sowohl die Pflanzen, aber auch ihre anderen Gestaltungs­elemente wie Wege, Skulpturen und Wasserspiele haben eines gemeinsam: werden sie nicht dauerhaft gepflegt, verwandeln sich die grünen Paradiese wieder schnell in den Zustand zurück, indem sie waren, bevor sich der Mensch ihrer Gestaltung widmete. Von manchen Gärten wie etwa den „Hängenden Gärten von Babylon“ sind kaum mehr als sagen­umwo­bene Gerüchte erhalten, andere verloren gegangene Gärten sind uns immerhin noch durch Bilder oder zeitgenössische Reiseberichte bekannt. Der Vortrag macht sich auf eine Spuren­suche nach vergessener Gartenkunst – durchstreift Gärten wie den Hortus Eystetten­sis oder den berühmten Medici-Garten Pratolino auf dem Höhepunkt seiner Pracht – an seine einstige Herrlichkeit erinnern heute nur noch traurige Relikte. Der Park Malmaison der franzö­si­schen Kaiserin Joséphine wird vor den Augen der Zuhörer wiedererstehen. Nach alten Vor­lagen wiederhergestellt wurden hingegen die herrlichen Barockgärten des Schlosses Gottorf in Schleswig-Holstein oder die leeng­dären Lost Gardens of Heligan in Cornwall, die so glück­licherweise dem Vergessen entrissen wurden.

Dieser Vortrag wurde unter anderem gehalten für: Manufactum Gartentage, Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus