Vortrag »Wasserspiele in der Gartenkunst«

Schon seit undenklichen Zeiten gehören in der Vorstellung des Menschen Wasser und Gärten untrennbar zusammen. Denn ohne Wasser – sei es nun stehend, fließend oder springend – lässt sich kein Garten pflegen. Doch schon immer haben Menschen das kühle Nasse nicht nur zum Nutzen, sondern auch zur Lust verwendet, ihm eine Form gegeben. Bereits in der in der antiken arabischen Welt galten gelten Schatten spendende Gärten mit Wasserspielen als Abbild des Paradieses. Auch in römischen Herrscherwillen sprudelte bereits Wasser in Kaskaden oder diente als Spiegel für Architektur und Natur. Und ein Renaissancegarten ohne Wasser ist schlechterdings undenkbar! In Manierismus und Barock gelangte das Spiel mit dem Wasser im Garten schließlich zu einer bislang nicht gekannten Üppigkeit. In alle nur erdenklichen Formen wurde das köstliche Nass gezwungen, Fontänen katapultierten es in bislang ungekannte Höhen – Wasserspiele wurden zum Spiegelbild der Machtfülle der Gartenbesitzer! Der Vortrag entführt auf einen Streifzug durch die Geschichte des Menschen und seine Versuche, sich die Kraft des Wassers dienstbar zu machen. Gleichzeitig bietet er einen Einblick in die technischen Möglichkeiten, die den Gartenkünstlern im Umgang mit dem Wasser zur Verfügung standen.

Gehalten für die Gesellschaft der Staudenfreunde (Bonn) und im Museum der Gartenkultur (Illertissen), DDGL Bayern Nord, DGGL Rheinland, DGGL Saar-Mosel, Manufactum Gartentage