Von Freud und Leid eines Hofgärtners

Titel Hermann RoeseWas genau war eigentlich die Aufgabe der Hofgärtner und wie sah ihr Arbeitsalltag aus? Dass wir überhaupt etwas über diesen spannenden Beruf wissen, verdanken wir den vielen Briefen und Veröffentlichungen, die einige Hofgärtner uns hinterlassen haben. Dadurch erfahren wir so manches über ihre Arbeit in den großartigen Gärten, die uns noch heute faszinieren. Aber wir erleben auch,  dass der Arbeitsalltag eines Hofgärtners bei weitem nicht immer so „rosig“ war, wie man es vielleicht vermuten könnte. Vor allem die Briefe des Hermann Roese, eines Schülers Peter Joseph Lennés, geben uns spannende Einblicke in die Lebenswirklichkeit eines Hofgärtners. Nach einer Ausbildung an der Gärtnerlehranstalt in Potsdam und Stationen in Hamburg und in Muskau war Roese von 1854 bis 1884 Hofgärtner im Schloss Eutin. Ihm oblag die Pflege eines etwa 15 Hektar großen Landschaftsgartens mit Küchengarten und mehreren Gewächshäusern. In dem Buch „Hermann Roese (1830-1900): Ein Schüler Peter Joseph Lennés als Eutiner Hofgärtner“ gewährt Autorin Gisela Thietje Einblicke in einen gärtnerischen Alltag, der oft mühsam, manchmal an Enttäuschungen reich war. Nur allzu oft musste sich das Streben nach hoher Gartenkunst den Widrigkeiten des Alltags und dem höfischem Reglement unterordnen.

Gisela Thietje: Hermann Roese (1830-1900): Ein Schüler Peter Joseph Lennés als Eutiner Hofgärtner (Mitteilungen der Pückler Gesellschaft – Heft 29 –  Neue Folge), VDG Weimar 2015.